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Zurück zur Lebensfreude – Schuldgefühle auflösen und sich selbst vergeben lernen

Selbstvergebung Andrea Bruchacova

Schuldgefühle entstehen, wenn wir einen Fehler begangen haben oder weil uns jemand einredet, wir seien schuldig oder »sündig«.

Kein Druckmittel wird so gerne verwendet, wie diese Manipulation, jemanden ein schlechtes Gewissen zu machen – ganz nach dem Motto: »Wenn du mich liebst, dann …« Wenn du das nicht tust, dann …« »Du bist eben …« »Wegen dir muss ich …«

»Schuldgefühle – ein großes Thema mit dem wir uns beschäftigen müssen, wenn wir uns heilen wollen, wenn diese Welt sich heilen will und wenn wir Frieden und Lebensfreude wollen.«

Wenn etwas schief lief, glauben wir häufig uns wieder gut zu fühlen, sobald uns alle Beteiligte vergeben. Doch leider zeigt die Erfahrung, dass sich mit dieser einseitigen Vergebung (das Opfer vergibt dem Täter) recht selten der innere Friede einstellt: Selbst wenn das Opfer ausdrücklich seine Vergebung ausgesprochen hat, leiden der Großteil der Menschen immer weiter – unter ihren eigenen Schuldgefühlen.

»Wenn ich nur genug leide, dann geht es mir bestimmt irgendwann besser« – das ist ein ganz großer Irrtum!

Manchmal verfällt man dem Irrtum, es müsse nur genügend Zeit verstreichen, dann werde sich die Angelegenheit von selbst klären, und wir hätten dann unseren Seelenfrieden wieder. Leider zeigt die Erfahrung, dass die Zeit, die Monate, Jahre und Jahrzehnte eben nicht alle Wunden heilen. Es gibt auch Menschen, die glauben, wenn sie nur ausreichend gelitten, sich selbst bestraft haben, wenn sie sich bis zum Burnout aufgeopfert und verausgabt haben, werden sie von alleine zur Ruhe kommen.

Selbstbestrafung und Selbstsabotage sind weit verbreitet

Geschwächt und geplagt von Schuldgefühle bestrafen sich Menschen bewusst und unbewusst immer und immer wieder, indem sie ihre Beziehungen, ihren Beruf, ihre Finanzen und ihre Gesundheit sabotieren; man glaubt, man habe als Täter kein Glück sondern Strafe verdient.

Aus Opfern können Täter werden, weil man sich selbst und andere bestrafen will.

Wird auf dieser Seite der selbstauferlegten Pein, die Frustration und der Leidensdruck zu groß, wechseln Menschen wieder zurück auf die Täterseite. Dort greifen viele um Erlösung suchend zu Alkohol, zu Tabletten, zu Drogen oder werden arbeitssüchtig – ein Selbstangriff um der Hilflosigkeit zu entrinnen – oder sie machen ihren Qualen Luft, indem sie Schwächere angreifen.

Schuld und unerlöste Schuldgefühle führen zu Angriff oder Selbstangriff, zu Bestrafungszwang, zur Selbstbestrafung oder zur Selbstaufgabe, und so pendeln Menschen und ganze Nationen zwischen Täter- und Opferrollen hin und her.

Um also nicht von der Opferrolle in ein Täterdasein zu rutschen, muss (muss) man alle negativen Emotionen lösen und bereinigen. Einen Teil der Schuldgefühle können wir nicht durch Fremdvergebung (Opfer vergibt Täter) bereinigen, sondern wir müssen uns auch irgendwie selbst unser Fehlverhalten und unsere Unwissenheit vergeben (Täter vergibt Täter) – und zwar bedingungslos.

Echte Vergebung aus dem Herzen kann man lernen. Sie ist der Schlüssel, um alle negativen Emotionen zu heilen und wieder in die Kraft zu kommen.

Genauso, wie es in der Sonne keine Dunkelheit gibt, so ist in der Liebe keine Negativität.

Gesunde, bedingungslose Eigenliebe heißt sich selbst nichts nachtragen!

Wenn wir also Glück haben und uns das Opfer nichts mehr nachträgt, so bleibt dann noch jener Schritt zu tun, nämlich dass wir ebenfalls nicht nachtragend sind und uns selbst wieder bedingungslos annehmen und lieben. Praktizieren Sie heute Ihre Selbstvergebung und sagen Sie »Ja« zu Ihrem Leben. Sage: »Ja, ich liebe mich. Mit all meinen Stärken und Schwächen nehme ich mich an.«

Selbstvergebung und gesunde Eigenliebe führen zu Kraft, Freude, Motivation, Klarheit, Fülle, Liebe, Vertrauen, Zuneigung, Natur, Stärke, Gesundheit, Teamgeist, Gemeinsamkeit.


Eine Übung zu Schuldgefühlen und Selbstvergebung

So wie sich die Liebe und die Anklage gegenseitig ausschließen, so gegensätzlich sind auch das Vertrauen und die Furcht. Denn wer sich vor Strafe fürchtet, hat im selben Moment das Vertrauen in die Gnade aufgegeben.
1. Wenn Sie irgendwo in Ihrem Herzen davon überzeugt sind, dass Sie Gnade verdient haben, dann fragen Sie sich jetzt wann Sie diese Gnade verdient haben.
2. Wann haben Sie die Erlösung von Ihren Schuldgefühlen verdient bzw. wie lange müssen Sie noch leiden, bis Sie diese Gnade verdient haben?
3. Fragen Sie sich, was Sie tun müssten, um sich diese Gnade zu verdienen, und glauben Sie ernsthaft die Liebe, das Universum und der liebe Gott zählen Ihre Stunden, die Sie wach liegen und sich Selbstvorwürfe machen?

In 3 Schritten zu neuen Möglichkeiten im Leben und zurück zur Lebensfreude

Bitte beantworten Sie sich diese Fragen und beginnen Sie dann mit den ersten Schritten in ein neues kraftvolles Leben. Der erste Schritt lautet immer in dieser Art Selbst-Coaching: Selbstbetrachtung.

Schritt 1

Finden Sie heraus, in welchen Bereichen Sie sich Vorwürfe machen und finden Sie heraus in welchen Bereichen Sie anderen Vorwürfe machen. Untersuchen Sie dabei die Bereiche Partnerschaft, Beruf, Familie, Wohnung, Geld, Umfeld usw.

Schritt 2

Vergeben Sie sich selbst und allen anderen bedingungslos, Fehler gemacht zu haben und danken Sie für all die Erkenntnisse, die Sie daraus gewonnen haben. Sagen Sie: »Menschen wachsen an Ihren Herausforderungen. Und ich kann die Herausforderung annehmen und wachsen oder klein bleiben. Ich habe die Wahl weiter zu jammern, mich mies fühlen und sabotieren oder zu wachsen.«

Schritt 3

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele. Treffen Sie eine Entscheidung für das Leben. Sagen Sie: »das war gestern. Heute arbeite ich an meiner glücklichen Gegenwart und glücklichen Zukunft. Wo ich herkomme spielt keine Rolle – nur wo ich hingehe.«

Diese erste Selbstbetrachtung und Entscheidung zur Selbstbestimmung ist Ihr erster Schritt sich von einer belastenden Vergangenheit zu lösen. Danke, denn wenn Sie sich selbst heilen, dann heilen Sie auch ein Stück diese Welt.

 

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Taschenbuch
von Andrea Bruchacova und Ulrich Duprée
5.0 von 5 Sternen
144 Seiten
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Wende dich wieder der Liebe und deiner inneren Freude zu

Vertrauen Sie also darauf, dass Sie immer von Universum geliebt werden. So wie ein Kind immer von liebevollen Eltern geliebt wird, so sind Sie geliebt. Werfen Sie deshalb bitte jede Furcht, die aus Ihrer Selbstanklage und Schuldgefühlen resultieren über Bord. Einfach über Bord? Ja, schmeißen Sie Ihre Schuldgefühle raus, wie Gäste, die sich in Ihrer Wohnung breit gemacht haben, all Ihre Vorräte aufessen, danach Ihr Geld verprassen und schließlich noch behaupten, Sie seien eine schlechte Gastgeberin. Schuldgefühle kennen nämlich kein Erbarmen, denn Sie haben nur eins im Sinn, sie »aufzufressen«. In der Sprache der alten Hawaiianer heißen Schuldgefühle so treffend Kapua – das, was von innen auffrisst, und deshalb lautet hier die Devise: entweder Sie oder Ihre Schuldgefühle.

Zusammenfassung und Wissenswert

Schuldgefühle – ihre Aufgabe

Schuldgefühle haben grundsätzlich die Aufgabe uns zu berichtigen. Ohne Schuldgefühle würden wir moralisch und ethisch degenerieren und uns nicht zu Höherem entwickeln. Sie sind eine Funktion des Gewissens. Wenn wir allerdings unsere Lektion gelernt haben und sich dieses Gefühl verselbständigt hat, dann sind diese mahlenden Sorgen eine ernstzunehmende Angelegenheit. Solch andauernde Schuldgefühle können Sie dann mit einem Säurebad vergleichen, in dem sich alle Lebensfreude und alle Hoffnung langsam auflöst

Komme wieder zu Kräften und zur Selbstbestimmung

Sich selbst vergeben kann man lernen. Um also wieder ein Leben in Liebe, Glück, Fülle, Gesundheit und Freude zu leben – um wieder zu Kräften zu kommen – um eine Quelle der Motivation und Inspiration für andere zu sein, bitten wir dich: Praktiziere deine Selbstvergebung und sage »Ja« zu deinem Leben.

 

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