Zurück zur Lebensfreude – Schuldgefühle auflösen und sich selbst vergeben lernen

Bild Schuldgefühle lösen, Freude, Lebensfreude

Bei den meisten Menschen entstehen Schuldgefühle, wenn sie einen Fehler begangen haben oder weil jemand einredete, sie seien schuldig oder »sündig«. 

Kein Druckmittel wird so gerne verwendet, wie diese Manipulation, jemanden ein schlechtes Gewissen zu machen – ganz nach dem Motto: »Wenn du mich liebst, dann …« Wenn du das nicht tust, dann …« »Du bist eben …« »Wegen dir muss ich …« 

»Schuldgefühle sind ein ´Thema, mit dem wir uns beschäftigen müssen, wenn wir uns heilen wollen, wenn diese Welt sich heilen will, und wenn wir Frieden und Lebensfreude wollen.« 

Wenn etwas schief lief, glauben wir häufig uns wieder gut zu fühlen, sobald uns alle Beteiligte vergeben. 

Doch leider zeigt die Erfahrung, dass sich mit dieser einseitigen Vergebung (das Opfer vergibt dem Täter) recht selten der innere Friede einstellt: Selbst wenn das Opfer ausdrücklich seine Vergebung ausgesprochen hat, leiden der Großteil der Menschen immer weiter – unter ihren eigenen Schuldgefühlen.


»Wenn ich nur genug leide, dann geht es mir bestimmt irgendwann besser« – das ist ein ganz großer Irrtum!

Der große Irrtum

Manchmal glaubt man, es müsse nur genügend Zeit verstreichen, dann werde sich die Angelegenheit von selbst klären, und wir hätten dann unseren Seelenfrieden wieder.

Leider zeigt die Erfahrung, dass die Zeit, die Monate, Jahre und Jahrzehnte eben nicht alle Wunden heilen.

Es gibt auch Menschen, die glauben, wenn sie nur ausreichend gelitten, sich selbst bestraft haben, wenn sie sich bis zum Burnout aufgeopfert und verausgabt haben, werden sie von alleine zur Ruhe kommen.


Selbstbestrafung und Selbstsabotage sind weit verbreitet

Geschwächt und geplagt von Schuldgefühle bestrafen sich Menschen bewusst und unbewusst immer und immer wieder, indem sie ihre Beziehungen, ihren Beruf, ihre Finanzen und ihre Gesundheit sabotieren; man glaubt, man habe als Täter kein Glück sondern Strafe verdient.

Aus Opfern können Täter werden, weil man sich selbst und andere bestrafen will.

Wird auf dieser Seite der selbstauferlegten Pein, die Frustration und der Leidensdruck zu groß, wechseln Menschen wieder zurück auf die Täterseite.

Dort greifen viele um Erlösung suchend zu Alkohol, zu Tabletten, zu Drogen oder werden arbeitssüchtig – ein Selbstangriff um der Hilflosigkeit zu entrinnen – oder sie machen ihren Qualen Luft, indem sie Schwächere angreifen.

Der Selbstangriff

Schuld und unerlöste Schuldgefühle führen zu Angriff oder Selbstangriff, zu Bestrafungszwang, zur Selbstbestrafung oder zur Selbstaufgabe, und so pendeln Menschen und ganze Nationen zwischen Täter- und Opferrollen hin und her.

Um also nicht von der Opferrolle in ein Täterdasein zu rutschen, muss (muss) man alle negativen Emotionen lösen und bereinigen. Einen Teil der Schuldgefühle können wir nicht durch Fremdvergebung (Opfer vergibt Täter) bereinigen, sondern wir müssen uns auch irgendwie selbst unser Fehlverhalten und unsere Unwissenheit vergeben (Täter vergibt Täter) – und zwar bedingungslos.

Echte Vergebung aus dem Herzen kann man lernen. Sie ist der Schlüssel, um alle negativen Emotionen zu heilen und wieder in die Kraft zu kommen.


Genauso, wie es in der Sonne keine Dunkelheit gibt, so ist in der Liebe keine Negativität.


Gesunde, bedingungslose Eigenliebe heißt sich selbst nichts nachtragen!

Wenn wir also Glück haben und uns das Opfer nichts mehr nachträgt, so bleibt dann noch jener Schritt zu tun, nämlich dass wir ebenfalls nicht nachtragend sind und uns selbst wieder bedingungslos annehmen und lieben.

Praktiziere heute deine Selbstvergebung und sage »Ja« zu deinem Leben. Sage: »Ja, ich liebe mich. Mit all meinen Stärken und Schwächen nehme ich mich an.«

Selbstvergebung und gesunde Eigenliebe führen zu Kraft, Freude, Motivation, Klarheit, Fülle, Liebe, Vertrauen, Zuneigung, Natur, Stärke, Gesundheit, Teamgeist, Gemeinsamkeit.

Eine Übung zu Schuldgefühlen und Selbstvergebung

So wie sich die Liebe und die Anklage gegenseitig ausschließen, so gegensätzlich sind auch das Vertrauen und die Furcht.

Denn wer sich vor Strafe fürchtet, hat im selben Moment das Vertrauen in die Gnade aufgegeben.

1. Wenn du irgendwo in deinem Herzen davon überzeugt bist, dass du Gnade verdient hast, dann frage dich jetzt, wann du diese Gnade verdient hast.

2. Wann hast du die Erlösung von deinen Schuldgefühlen verdient bzw. wie lange musst du noch leiden, bis du diese Gnade verdient hast?

3. Frage dich, was du tun musst, um dir diese Gnade zu verdienen. Glaubst du ernsthaft die Liebe, das Universum und der liebe Gott zählen deine Stunden, die du dich quälst?

Wenn dich deine Schuldgefühle aufzufressen, dann

wende dich wieder der Liebe zu.

Vertrauen darauf, dass du immer von Universum geliebt bist. So wie ein Kind immer von liebevollen Eltern geliebt wird, so bist auch du geliebt.

Wirf deshalb bitte jede Furcht, die aus deiner Selbstanklage und Schuldgefühlen resultieren über Bord. Einfach über Bord?

Ja, schmeiße deine Schuldgefühle raus, wie Gäste, die sich in deiner Wohnung breit gemacht haben, all deine Vorräte aufessen, danach dein Geld verprassen und schließlich noch behaupten, du bist eine schlechte Gastgeberin.

Schuldgefühle kennen nämlich kein Erbarmen, denn sie haben nur eins im Sinn, dich »aufzufressen«.

In der Sprache der alten Hawaiianer heißen Schuldgefühle so treffend Kapua – das, was von innen auffrisst, und deshalb lautet hier die Devise: entweder di oder deine Schuldgefühle.


In 3 Schritten zu neuen Möglichkeiten und zurück zur Lebensfreude

Bitte beantworte dir diese Fragen und beginne dann mit den ersten Schritten in ein neues kraftvolles Leben. Der erste Schritt lautet immer in dieser Art Selbst-Coaching: Selbstbetrachtung.

Schritt 1
Finde heraus, in welchen Bereichen du dir Vorwürfe machst. Finden dann heraus in welchen Bereichen du anderen Menschen Vorwürfe machst. Untersuche dabei die Bereiche Partnerschaft, Beruf, Familie, Wohnung, Geld, Umfeld usw.

Schritt 2
Vergebe dir selbst und allen anderen bedingungslos, Fehler gemacht zu haben und danke für all die Erkenntnisse, die du daraus gewonnen hast. Sage: »Menschen wachsen an Ihren Herausforderungen. Und ich kann die Herausforderung annehmen, wachsen oder klein bleiben. Ich habe die Wahl weiter zu jammern, mich mies fühlen, mich zu sabotieren oder zu wachsen.«

Schritt 3
Konzentriere dich auf deine Ziele. Treffe eine Entscheidung für das Leben. Sage: »das war gestern. Heute arbeite ich an meiner glücklichen Gegenwart und glücklichen Zukunft. Wo ich herkomme spielt keine Rolle – nur wohin ich gehe ist jetzt wichtig.«

Diese erste Selbstbetrachtung und Entscheidung zur Selbstbestimmung ist dein erster Schritt dich von einer belastenden Vergangenheit zu lösen. Danke, denn wenn du dich selbst heilst, dann heilt auch ein Stück dieser Welt.


Zusammenfassung und wissenswert

Schuldgefühle haben grundsätzlich die Aufgabe uns zu berichtigen. Es ist die Stimme unseres Gewissens. Ohne Schuldgefühle würden wir moralisch und ethisch degenerieren und uns nicht zu Höherem entwickeln.

Sie sind eine Funktion des Gewissens. Wenn wir allerdings unsere Lektion gelernt haben und sich dieses Gefühl verselbständigt hat, dann sind diese mahlenden Sorgen eine ernstzunehmende Angelegenheit.

Solch andauernde Schuldgefühle können wir dann mit einem Säurebad vergleichen, in dem sich alle Lebensfreude und alle Hoffnung langsam auflöst.

Wieder zu Kräften, Mut und Zuversicht kommen

Selbstbestimmung: Sich selbst vergeben kann man lernen. Um also wieder ein Leben in Liebe, Glück, Fülle, Gesundheit und Freude zu leben – um wieder zu Kräften zu kommen – um eine Quelle der Motivation und Inspiration für andere zu sein, bitte ich dich: Praktiziere deine Selbstvergebung und sage »Ja« zu deinem Leben.

Mit herzlichen Grüßen

Ulrich

Einfach und klar.

Lösen, was das Leben bremst.

Wenn du Hilfe brauchst, dann wähle einen Kurs mit uns. Wir freuen uns, auf unsere Begegnung.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Stichworte

Eigenliebe, Kraft des Herzens, Liebe, Opfer, Reue, Schuldgefühle, Selbstbestrafung, Selbstsabotage, Selbstvergebung, sich selbst lieben, Strafe, Sühne, Sünde, Täter, vergeben


Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Video-Übersicht
Wann sich etwas ändert

Lösen, was das Leben bremst? Das Herz heilen? Aber wie?

Hier kannst du unseren Gratis-Newsletter mit ganz praktischen Herz-Tipps anfordern.

Mit dem Klick auf »Jetzt anfordern« nehme ich Sie in meinen Verteiler auf und sende Ihnen exklusive monatliche Gratis-Tipps. Natürlich können Sie das auch wieder mit einem Klick abbestellen. Lesen Sie hier meine Transparenzerklärung zum Datenschutz.

error: